Dranbleiben im Praxis-Marketing

Man sagt oft, dass die ersten 72 Stunden nach dem Lernen entscheidend sind. Wenn du in dieser Zeit anfängst, das Gelernte anzuwenden, stehen die Chancen gut, dass du es in deinen Alltag integrieren kannst. Wartest du dagegen zu lange, gerät es schnell wieder in Vergessenheit. Und aus dem guten Vorsatz, etwas umzusetzen, wird irgendwann ein „Mache ich später“ bis hin zu „mache ich nie“

Genauso ist es mit dem Dranbleiben im Marketing.

Vielleicht hast du gerade einen Kurs gemacht, neue Ideen für deine Website gesammelt oder dir vorgenommen, endlich regelmäßig etwas für die Sichtbarkeit deiner Praxis zu tun. Du bist motiviert und weißt eigentlich, was als Nächstes ansteht.

Dann kommt ein voller Praxistag dazwischen. Heute passt es nicht. Morgen ist auch schon alles voll. Nächste Woche gibt es vielleicht noch einen freien Zeitraum.

Ist doch alles nicht so schlimm. Stimmt prinzipiell, es kann immer mal etwas dazwischen kommen. Doch wenn aus einem Tag eine Woche wird und aus einer Woche mehrere Wochen, entsteht schnell eine Pause, aus der du nur schwer wieder herausfindest. Dann müsstest du nämlich wieder bei Null starten und diese Hürde ist oft einfach zu hoch.

Plötzlich liegt alles wieder auf Eis. Die guten Vorsätze sind noch irgendwo da, aber der Anfang fühlt sich schon wieder mühsam an und das kostet dich unheimlich viel Zeit.

Warum passiert uns das so schnell? Und wie schaffen wir es, dranzubleiben, ohne dass es zum zweiten Job wird?

Oft liegt es gar nicht an fehlender Motivation. Vielleicht möchtest du alles richtig machen und überarbeitest einen Beitrag so lange, bis die Zeit zum Veröffentlichen oder nur noch das Beitragsbild fehlt. Oder du erwartest schnelle Ergebnisse und wirst ungeduldig, wenn nicht sofort Anfragen kommen.

Manchmal ist aber auch einfach der Plan zu umfangreich.

Wenn du dir vornimmst, regelmäßig zu posten, einen Blog zu starten, deine Website zu überarbeiten und gleichzeitig bei Google sichtbarer zu werden, kann das schnell überfordern.

Die Lösung ist nicht unbedingt mehr Disziplin. Vielleicht brauchst du einfach einen Plan, der besser zu deinem Alltag passt.

Dranbleiben heißt nicht, täglich an Marketing denken zu müssen

Du musst nicht jeden Tag posten oder auf allen Kanälen gleichzeitig aktiv sein. Viel wichtiger ist, dass du regelmäßig etwas für deine Sichtbarkeit tust.

Vielleicht schreibst du einmal im Monat einen Blogartikel. Vielleicht reservierst du dir jede Woche 30 Minuten, um deine Website zu verbessern oder neue Themen zu sammeln. Welche Routine am besten zu dir passt, hängt von deinen Möglichkeiten und Zielen ab.

Wichtig ist: Plane lieber kleine Schritte, die du tatsächlich umsetzen kannst, statt große Vorhaben, die dich unter Druck setzen. Mehr machen kannst du immer noch jederzeit.

Drei Tipps, die dir das Dranbleiben erleichtern

1. Fang möglichst schnell an.

Wenn du etwas Neues gelernt hast, setze zeitnah einen kleinen Teil davon um. Du musst nicht gleich alles verändern. Eine konkrete Aufgabe reicht für den Anfang.

2. Plane feste Zeiten ein.

Warte nicht darauf, dass zufällig Zeit übrig bleibt. Reserviere dir bewusst einen kleinen Zeitraum für dein Marketing. Wenn es einmal nicht klappt, steigst du beim nächsten Termin einfach wieder ein, ohne schlechtes Gewissen.

3. Mach es dir leichter.

Sammle Ideen an einem Ort und nutze gute Inhalte mehrfach. Aus einem Blogartikel können beispielsweise mehrere kurze Beiträge entstehen. So musst du nicht ständig bei null anfangen.

Und wenn du eine Pause eingelegt hast? Dann musst du nicht deinen gesamten Plan neu aufstellen. Schau, was bereits vorhanden ist, und mach genau dort weiter.

Du musst nicht alles allein herausfinden

Gerade als Praxisgründer gibt es viele Fragen: Welche Marketingmaßnahmen sind sinnvoll? Wie wirst du online gefunden? Und wie lässt sich das alles in deinen Alltag integrieren?

Du musst nicht auf jede Frage sofort eine perfekte Antwort haben. Es hilft aber, einen roten Faden zu entwickeln und zu wissen, welcher Schritt als Nächstes ansteht.

Ich habe zum Beispiel sehr gute Erfahrungen mit einem monatlichen Redaktionsplan gemacht. So weiß ich immer, was ansteht und kann direkt mit dem Filmen oder Erstellen einsteigen.

Dranbleiben bedeutet also nicht, immer mehr zu machen. Es bedeutet, sinnvolles regelmäßig zu tun.

Dein nächster Schritt

Überlege dir heute eine Sache, die deine Sichtbarkeit verbessern könnte. Vielleicht möchtest du eine Information auf deiner Website ergänzen, dein Google-Unternehmensprofil überprüfen oder ein Thema für deinen nächsten Beitrag festhalten.

Und dann leg einen konkreten Zeitpunkt fest, an dem du dich darum kümmerst.

Du möchtest dabei Unterstützung und einen klaren Weg für dein Praxis-Marketing finden? Dann schau dir gern mein Dran bleiben Programm an. Es kann dir dabei helfen, mehr Orientierung für deine nächsten Schritte zu gewinnen und mit einem echten Gegenüber ist es leichter, die Dinge wirklich anzugehen.